Der Wahnsinn hat Methode, wirklich.

Trotzdem:

Positiv denken.

Macht es gut und wach bleiben!

Jan

 

 

Wort der Woche

 

Was für eine Freak-Show!


Und er hat hat es, obwohl kaum im Amt, schon geschafft, seinen Wahlspruch auf wunderbare Weise in die Welt zu stempeln:


America first!


Wohl wahr: Wenn man derzeit irgendwo auf diesem Planeten irgendeinen Homo sapiens fragt, wo der Schwachsinn auf der Pole-Position agiert:


America first!


Wenn irgendwo das mit weitem Abstand beschissenste Benehmen eines Politikers geradezu kultiviert wird:


America first!


Und wenn dies in solcher Konsequenz weitergeführt wird, dann ist jetzt schon klar, wer baden geht, und zwar:


America first!


Der Rest leider hinterher, weil -auch wenn dieser narzistische Kackvogel es nicht realisiert (womit auch)- die Welt nunmal zusammenhängt, und niemand einen Pinsel frisst/  äh, kein Staat eine Insel ist.


Wie hieß es doch so clever vor vielen, vielen Jahren (aus den USA)?


Duck and cover!


Nützt aber nix.


Ahoi, alle zusammen.

 

 

 

Bier nach vier

Very wicked

 

j.r.: Fahren sie eigentlich noch ihren Passat?

j.k.: Slbstvrstndlch!

j.r.: Verstehe Bahnhof.

j.k.: Dann sollten sie dem Bürgerverein beitreten.

j.r.: Verstehe nicht?

j.k.: So kenn´ ich sie.

j.r.: Mal halblang!

j.k.: Eben nicht!

j.r.: ?

j.k.: Mein wunderbarer Passerati stammt noch aus dem vorigen Jahrhundert, alles, was 

    man an der Karre anfasst, ist echt und er braucht nur 5 Liter auf 100.

j.r.: Aber es steht „VW“ dran.

j.k.: Very wicked, ich weiß. So rapten sie doch schon in den 80ern.

j.r.: Mit VW-Logo um den Hals! Geradezu prophetisch, die Szene…

j.k.: Was sie alles wissen….

j.r.: Undwissensewasnoch?

j.k.: Nee….

j.r.: Das Funkrufzeichen vom Dienstboot Porter Ricks´ aus der Serie „Flipper“!

j.k.: Ismirklar.

j.r.: Wiesodn?

j.k.: Weil der Inhalt ihres Bregens schon seit langem auf der Liste der gewaltigsten

    Ansammlungen unnützer Informationenkonzentrationen neben dem BND steht.

j.r.: Was sie alles wissen….

j.k.: Dakönnsedraufan!

j.r.: Und ihr Volkswaggon?

j.k.: Steht nicht zur Debatte.

j.r.: Aberaberaber…

j.k.: Keine Schnappatmung, ich verkaufe nicht.

j.r.: Bekomme ich wenigstens ein Eis?

j.k.: Jasicher!

 

 

 

Wort der Woche

 

Resilienz, oder:

Unter jedem Dach ein Ach

Neulich begegnete mir dieser Begriff im Radio. Herr Schäuble verwendete ihn im Zusammenhang mit Staatengebilden. Ich kannte den Terminus Resilienz bis jetzt nur aus meiner eigenen Profession.

Gemeint ist die Fähigkeit, mit Schwierigkeiten, Aufgaben und Problemen klarzukommen. Hier wie dort.

Es läuft eben nicht immer, wie man sich das vorstellt. Und manchmal ist es sogar richtig scheiße.

Und dann?

Hängen lassen? Den Blues pflegen?

Geht, ist aber nix für dauernd.

Wohl dem, der Vertraute hat. Denn, sein wir doch mal ehrlich, und ich meine speziell, wenn es richtig eng wird: Alleine schaffen wir das nicht. Resilienz hin oder her. Reden hilft und manchmal auch ein Arschtritt, wenn er ehrlich gemeint ist. Darf nicht jeder, aber man kann sehr froh sein, jemanden zu haben, dem wir dies erlauben. Mitunter haben diese Leute sogar ein Telephon und sind nicht sauer, wenn man sie nachts um 4 anruft; naja halb 4 ist auch ok.

 

Bier nach Vier neu!

Das wir das noch erleben dürfen!

Hätte ich nicht gedacht.

 

Aber, getreu der alten geriatrischen Weisheit:

Wirft der Arsch auch Falten, wir bleiben doch die Alten,

treffen wir nach einer kleinen Pause mal wieder auf unsere wohlbekannten Protagonisten, die sich -wie immer- nix mehr zu sagen haben.

 

j.r.: Was machen sie denn hier, sie Fossil?

j.k.: Und sie, sie, siesiesie...

j.r.: Springt er nicht an?

j.k.: Ehrliche Antwort?

j.r.: Jasicher!

j.k.: Nee.

j.r.: Wie, nee?

j.k.: Tuternich. Alles alle, alles im Dreck, alles egal.

j.r.: Solch terminal Verbales aus ihrer Richtung? Bin entsetzt!

j.k.: D´accord.

j.r.: Muss ich mir Sorgen machen?

j.k.: Machnsedochwassewollen.

j.r.: Dann mach´ ich jetzt mal´n Pilsettchen auf.

j.k.: Ihnen fällt auch gar nix neues mehr ein.

j.r.: Wozu auch. Ich bin mittlerweile in der Position, ich lasse einfallen.

j.k.: Wen und in welches Land?

j.r.: Welch ein Land, was für Männer….

j.k.: Extrabreit war ich schon lange nicht mehr….

j.r.: Dann wird´s ja mal wieder Zeit!

j.k.: Keinesfalls! Bekomme neuerdings schnell mal Bregenpein.

j.r.: Phänomenal: Schmerzen im Nichts!

j.k.: Womit wollen sie das denn beurteilen, sie hohle Frucht?

j.r.: Wiebidde?

j.k.: Genau!

j.r.: Haben sie eigentlich noch ihre Legosteine?

j.k.: Selbstverständlich!

j.r.: Dann schmeißen wir zusammen und bauen Neuschwanstein echter als in echt.

j.k.: Und dann?

j.r.: Dann setzen wir Donald T. rein und katapultieren den ganzen Müll nach Nordkorea.

j.k.: Was für ein Spaß!

 

 

Wort der Woche

 

Leben.

Einmalige Sache.

Also aufpassen.

Bei Allem.

Da haben wir also ganz schön was zu tun....

Schon der Anfang ist ja einigermaßen skurril:

Zwei Menschen werden Eltern und wir werden existent, ohne irgendetwas dafür zu können. Und damit müssen wir uns dann unsere ganze Zeit auseinandersetzen. Diese Geschichte ist ebenso alternativlos wie herausfordernd. Wir tragen zur Bevölkerung des Planeten bei, verbrauchen Ressourcen und machen sonstigen Unsinn. Damit die Menge dieses Tuns nicht überbordet, gibt es Regeln: Man darf andere Menschen nicht umbringen, draußen gibt´s nur Kännchen, Rot heißt stehenbleiben, wer nicht hören will, muss fühlen, Fahrt und Höhe ist das Wichtigste, Sonntagabend ist Tatort undwasweißichnochalles.

Manche dieser Vorgaben wurden von langer Hand in eine emotionale Form gepresst, Religion genannt und den Leuten als Glauben in ihre Schädel geimpft. Weil -sehr clevere Erkenntnis- die Menschen eher nach Gefühl, als nach Verstand agieren (hatten wir schon an anderer Stelle). Daher übrigens auch die Sache mit dem Schweinefleisch und der Beschneidung bei männlichen Menschen (Gefahr der Trichinellose und des Peniskarzinoms). Die Beschneidung von weiblichen Menschen lässt sich durch gar keine rationale Zielsetzung erklären, ist einfach nur widerlich und muss irgendeinem von Grund auf kranken Hirn entsprungen sein.

Bestimmte Pflichten werden uns vor den Latz geknallt, wie zum Beispiel zur Schule gehen zu müssen. Blöderweise kommt dabei niemand auf die Idee, uns zu verraten, wozu das alles gut ist. Non vitae, sed scholae discimus sagte schon Seneca vor fast 2000 Jahren. Und bitte nicht wundern, er hat es tatsächlich in dieser Reihenfolge verewigt: „Für die Schule, nicht für das Leben lernen wir“. Irgendwer hat´s dann mal umgedreht, weil es entsprechenden Leuten wohl besser in den Kram gepasst hat.

Aber kompletter Selbstzweck ist das nie gewesen und ist es auch heute nicht. Wir brauchen zumindest ein wenig Ahnung von der Welt und Abschlüsse als Eintrittskarten ins System; anders läuft die Chose nicht. Ich wäre damals dankbar gewesen, wenn mir das einer vermittelt hätte.

Sei´s drum, ist ja nochmal gut gegangen.

Irgendwann kommt die wichtigste Aufgabe in diesem Leben.

Hatte vor kurzem ein sehr interessantes Gespäch mit einem jungen Mann zu Thema:

Berufswahl.

Dies passiert in sehr vielen Fällen zu einem Zeitpunkt, der hierfür gänzlich ungeeignet ist.

Wie soll man einem hormonell dysregulierten und synaptisch teilgetrennten Hirn eine Entscheidung von jahrzehntelanger Tragweite abverlangen?

Die Frage beantwortet keiner, es wird einfach durchgezogen. Manche von den Youngsters haben gar keine Peilung und wollen Harzer werden.

Mahlzeit.

Glück dem, der vertrauenswürdige Menschen in seinem Umfeld hat, die auf Fragen vernünftige Antworten haben und auch mal das Maul halten, wenn das die einzig richtige Idee ist. Und es ist keine Schande, etwas zu beenden, wenn es sich als falsch herausstellt. Wer offen ist und bleibt, wird sich bei steigendem Informations- und Erfahrungslevel entsprechend der Sachlage entscheiden.

„Ja“ ist gut, „nein“ ist gut, aber „weiß nicht“ ist übel.

Der Sohn meines besten Freundes hat seine erste Ausbildung geschmissen. Umentscheidung, Neuanfang. Jetzt kommt er klar, obwohl die Sache nicht einfach ist. Aber egal, er hat die Motivation. Respekt, kann ich nur sagen!

Im Grunde gilt dies für alles.

Wir müssen aufpassen, dass wir den für uns selbst richtigen Kurs fahren, egal, was all´ die Besserwisser, aber Schlechtertuer uns weißmachen wollen.

Leben.

Haben wir nur einmal.

Also wenn schon, dann richtig.

Es gibt kein wahres Leben im Falschen (Adorno).

 

 

 

Kleine Wunder

Was es alles gibt.
Nein, was man alles hat; oder: Was man alles wiederfindet. Wirklich unglaublich.
Es ist folgendermaßen: Wenn ich etwas suche, finde ich es meistens nicht. Dafür fallen mir andere, sehr spannende Sachen in die Hände. So ein Umzug beispielsweise ist ein Quell derartiger Freude und erreicht mitunter geradezu seherische Qualitäten.
Was ist passiert?
Der gemeinen Umzugskiste sieht man von außen nicht unbedingt an,was drin ist. Jedenfalls dann nicht, wenn clevererweise nicht draufgeschrieben wurde, was der Pappcontainer für Wunder bereithält.
Ich bin nicht clever.
Jedenfalls nicht so oft.
So wundert einen dann das schier unglaubliche Gewicht des Behälters und der Inhalt entpuppt sich als eine Menge von ca. 1,8 Trilliarden Langspielplatten.
Wat´n dette?
Für die noch etwas Frischeren unter den Lesern:
Analoger Datenträger, funktioniert ohne Nullen und Einsen und enthält im Regelfall Musik. Groß, schwarz, geil.
So.
Eine ganze Kiste voll!
Und dann habe ich in einer Klamottenkiste auch noch den Kaftan wiedergefunden, den ich einst in Kairo kuf (was für ein Gelächter damals am Baggerteich).
Und:
Ein Buch.
Das Buch zum Ereignis!
Tilde Michels: Kleiner König Kalle Wirsch
Welche Freude!
Kann sich außer mir noch jemand die Verfilmung mit der Augsburger Puppenkiste erinnern? Großartig!
Worum ging´s? Sehr einfach: Das Volk der Erdmännchen hat einen König (Kalle), und der hat einen Feind (Zoppo). Und der ist ein Arsch und will mit fiesen Tricks an die Macht.
Das Erdmännchenvolk besteht aus 5 Stämmen: Den Wolden, den Gilchen, den Murken, den Wirschen und den Trumpen.
Kalles Zugehörigkeit ist klar, und Zoppo heiß mit Nachnamen: na?
Trump.
Gut, was?
Der Kampf von Kalle Wirsch gegen Zoppo Trump geht natürlich gut aus (der fiese Trump verliert, wird geschrumpft und seine Verschwörer fliehen.
Wie schön!
Und das kurz vor der US-Präsidentenwahl.

Was sagt uns das?
Keine Ahnung, aber: Let´s hope for the best.

 



Glück
Was ist das? Und wie merkt man das? Glück ist doch mehr, als das Gegenteil von Pech oder Unglück?
Schweres Geläuf also, und so nah an der Sinnfrage….
„Glück gehabt“ sagt man, wenn irgendetwas wider Erwarten geklappt, oder sich eine üble Lage überraschend geklärt hat. Aber trifft es das?
Irgendwie ist Glück für mein Empfinden ganz oft etwas viel feineres, zarteres. Es kann trotzdem überwältigend sein.
Man kann sich sehr freuen, so etwas erleben zu dürfen.
Zufälle entpuppen sich mitunter als Glücksbringer; wobei man trefflich darüber diskutieren kann, ob es so etwas wie Zufall überhaupt gibt. Viele Menschen sprechen von Vorbestimmung. Letztlich zeigt sich hierbei unser zutiefst menschliches Bedürfnis, Dinge erklären zu wollen, die wir nicht verstehen. Und schon sind wir bei einem ganz zentralen Thema unseres Daseins: Es ist der immerwährende Konflikt zwischen Ratio und Emotio, der Kampf des Kopfes gegen das Herz. Wenn man darum weiß, ist schon viel geklärt. Eine universelle Lösung gibt es nicht. Vielleicht ist es clever, die Dinge auf eine Weise zu betrachten, die am besten passt; einfach mal freuen, statt alles verstehen zu wollen.
Und Glück ist Gefühl, vielleicht sogar ganz viele Gefühle, mitunter sogar zu viele; oder zu viele auf einmal. Und unser Verstand kommt damit nicht klar. Kann er nicht, das Herz ist schneller.
Nehmen wir einfach das, was unser Kopf nicht versteht, als Geschenk. Und nehmen wir es an.  
Auch, wenn mitunter Glück und Leid sehr nah beieinander liegen.

 

Jan Knoop © 2016